Frag einfach mal die Hönigs!

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Legen Braune Hühner auch braune Eier?

Nein, die Farbe der Eier ist genetisch bedingt. Sie können weiß, braun, cremefarben oder sogar grünlich sein. Die Farbe bringt das Huhn ganz am Ende der Eischalenbildung hinzu und hat somit nichts mit der Farbe des Gefieders zu tun. Bei reinrassigen Hühnern kann man unter Umständen von deren Aussehen auf die Schalenfarbe schließen. Man muss aber schon etwas genauer hinschauen: Und zwar auf die Hautlappen unter dem Ohr des Huhns, die sogenannten Ohrscheiben.

Sind diese weiß, so legt es auch meist weiße Eier. Sind die Ohrscheiben rot, ist die Eischale hingegen in der Regel braun. In der Zusammensetzung der Nährstoffe unterscheiden sich die verschieden farbigen Eier nicht. Trotzdem ist die Nachfrage nach braunen Eiern oft höher, weil der Verbraucher die braune Schale eher mit „Freiland“ und „Bio“ verbindet.


Ei was ISST ein Huhn?

Einfach lecker Mais und Weizen – wenn möglich von den eigenen Feldern – ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Hühnerfutters und ist verantwortlich für den goldgelben Dotter und einen leckeren, immer gleich guten Geschmack der Eier. Die Farbe machts, natürliche Farbstoffe, z.B. die im Mais oder Gras enthaltenen Betacarotine, geben dem Dotter seine Farbe.

Je mehr das Huhn davon aufpickt, desto kräftiger färbt sich das Eigelb. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente ergänzen die Speisekarte und sorgen für ein gutes Gefieder, für das Wohlbefinden der Hühner und natürlich auch für eine stabile Eischale.


Was machen Hühner bei Hitze?


Klein aber Oho!

Die Hühner können was! Wer glaubt, Hühner würden aufgrund Ihrer geringen Größe nur wenig Futter und Wasser benötigen, der irrt gewaltig. Natürlich ist der Futterbedarf bei Hühnern je nach Rasse und Größe des Huhns unterschiedlich, als Faustregel gilt jedoch rund 120 Gramm Hühnerfutter und 250 ml Wasser pro Tier und Tag.

Sie glauben Sie trinken viel? Vergleichen Sie Ihren Wasserbedarf und Ihre Nahrungsaufnahme mit dem eines Huhnes, müssten Sie jeden Tag ungefähr 7 Liter Wasser und rund 3,5 Kilogramm Nahrung zu sich nehmen.


Haben Sie Sinn für hübsch angerichtetes Essen?

Hühner wählen ihr Futter nach optischen Kriterien aus. Wenn sie sich entschieden haben, was sie (fr)essen wollen, wird das aufgenommene Futter durch zahlreiche kleine Drüsen in der Schnabelhöhle eingespeichelt, damit es durch die Speiseröhre rutschen kann. Es gibt einen Zwischenstopp beim Kropf, um das Futter weiter aufzuweichen, die dafür notwendige Flüssigkeit nehmen die Hühner mit dem Trinkwasser auf. Die „angeforderte“ Menge an Futter hängt vom Füllzustand des Magens ab.

Ohne Zähne gehts auch. Im Muskelmagen wird die eigentliche Kautätigkeit ausgeführt, daher spricht man auch gerne vom Kaumagen. Das Innere des Magens ist mit einer Hornlage überzogen, die durch Muskelbewegung das Futter zermalmt. Schon mal Steine gegessen? Unterstützt wird der Mahleffekt im Kaumagen der Hennen durch die instinktive Aufnahme von kleinen Steinchen, die wie Mahlsteine im Magen wirken.


Die Mauser

Je nach Umfang kann man zwei Arten der Mauserunterscheiden. Zum einen die Teilmauser, in der lediglich ein Teil des Federkleids durch neue Federn ersetzt wird und die Vollmauser, in der das komplette Federkleid durch ein neues ersetzt wird. Wenn Hühner etwa ein Jahr alt sind, setzt die erste Vollmauser ein. Diese dauert ca. 4 – 6 Wochen. Aufgrund dieser natürlichen Erneuerung des Federkleids sehen die Hühner in der Mauser nicht gerade schön aus und werden deshalb gerne für Kritik an der Hühnerhaltung herangezogen.

Hier sollte jedoch immer zwischen Federpicken und dem natürlichen Wechsel des Federkleids der Hühner unterschieden werden. Dazu muss man sich die Tiere genau anschauen und das Alter kennen und nicht pauschal urteilen, sonst vermittelt man ein falsches Bild und der Landwirt wird zu Unrecht verdächtigt, die Tiere nicht richtig zu pflegen.

 


Hühner als Haustiere

Das Rote Kammhuhn (Bankivahuhn) gilt als Stammvater unseres Haushuhns und kommt aus dem Urwald. Die Verwandlung vom Wildtier zum Haustier begann bereits weit vor Christi Geburt – vor fast 8000 Jahren, wie Knochenfunde aus der Jungsteinzeit belegen. Damals entwickelte sich der Mensch weg vom Jäger und Sammler hin zum sesshaften Bauern. In Mitteleuropa gab es die ersten Belege, dass Menschen schon in der frühen Eisenzeit Hühner hielten.

Damals wurden sie allerdings ausschließlich im Stall gehalten, da sie nicht standorttreu waren und zudem sehr gut fliegen konnten. Den Durchbruch und die weite Verbreitung des Haushuhns im europäischen Raum haben wir den Römern zu verdanken. Sie waren es, die Hühner im großen Stil züchteten und sie als Fleisch- und Eierlieferant bekannt und beliebt machten.


Und was haben die Dinosaurier mit Hühnern zu tun?

Unsere Haushühner stammen von „aufgetakelten Reptilien“ ab, wie es der englische Naturforscher Thomas Henry (1925 – 1995) ausdrückte: Die Urahnen der Hü´ühner sind tatsächlich die Dinosaurier. Die Ahnen unseres braven Haushuhns waren eierlegende und zudem ziemlich gefährliche Raubsaurier. Die Veränderungen im Laufe der Geschichte von den tonnenschweren zweibeinigen Echsen aus der Linie der Raptoren bis hin zum flugfähigen Huhn von heute dauerte 150 Millionen Jahre. Die Reptilienschuppen tauschten sie dabei gegen Federn ein.

Die Schuppen an den Füßen zeugen bis heute von ihren Vorfahren – genau wie das Gelege und der Wechsel des Gefieders. Da sich das Federkleid von Hühnern und natürlich von allen anderen Vögeln auch im Laufe der Zeit abnutzt, können es die Hühner in regelmäßigen Abständen erneuern. Hühner erreichen das durch die Mauser, die vom Körper durch entsprechende Hormone gesteuert wird. Dabei werden alte Federn abgestoßen, während die neuen Federn nur darauf warten durchzuschieben.


Wie entsteht ein EI?

Bei Hennen kommt es fast alle 24 Stunden zu einem Eisprung. Angeregt durch das Tageslicht wird ein Hormonsignal ausgesendet und die Eiproduktion beginnt. Die Eizelle bildet sich im Eierstock und wächst zunächst zu einer Dotterkugel, dem späteren Eigelb, heran. Im Eierstock, in dem sich tausende von Eizellen befinden, reifen die gelben Dotterkugeln innerhalb einer Woche heran. Auf den Dotterkugeln sitzt die winzige Keimscheibe, der Zellkern des Eigelbs, aus der, wenn das Ei befruchtet und bebrütet wird, ein Küken heranwachsen kann. Das geht aber natürlich nur, wenn die Henne vorher von einem Hahn begattet wurde. Die jeweils reifste und größte Dotterkugel löst sich aus dem Eierstock und beginnt ihre Reise durch den Eileiter.

Danach wird die Dotterkugel mit Eiklar, also dem Eiweiß, umwickelt. Das werdende Ei dreht sich permanent, so dass es in viele Schichten Eiklar eingewickelt wird. Die harte Kalkschale kommt erst ganz am Ende des Eileiters dazu, dauert aber am längsten. Sie wird durch Drüsen aufgespritzt, wofür fast 18 Stunden benötigt werden. Erst ganz am Ende dieses Prozesses wird durch Pigmente noch die Farbe für die braunen oder weißen Eier, je nach Rasse, dazugegeben. Wie hart die Eierschale ist, hängt auch davon ab, was das Huhn gefressen hat. Ein Huhn braucht eine Menge Kalk, den es über die Nahrung aufnimmt, um eine schöne, feste Schale zu produzieren.