Eine Frage der Haltung.

Warum Geiz nicht geil ist

Unser Ziel ist es der Wertevernichtung in unserer Branche entgegenzutreten und nachvollziehbar zu machen welchen Preis wir – aber vor allem unsere Tiere für billige Lebensmittel zahlen.

 

Die Struktur des Einzelhandels hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Viele kleine Geschäfte mussten den großen Lebensmittelhändlern weichen.

Heute verkaufen 5 Handelsunternehmen 90 % aller Lebensmittel. Insbesondere durch die Discounter mit ihrer aggressiven Preisstrategie werden die Landwirte gezwungen, in immer größeren Einheiten immer noch günstiger Lebensmittel zu erzeugen. Dadurch kommt es zu Großbetrieben, die weder die Landwirte noch die Verbraucher möchten.

Sie als Verbraucher haben es in der Hand die Landwirte dabei zu unterstützen das Tierwohl zu verbessern!

Unser Anliegen ist es die Struktur der bäuerlichen Landwirtschaft in unserem Land zu bewahren.

Unser Ziel ist es die Tierhaltung konsequent weiter zu entwickeln und Lebensmittel zu erzeugen, die den hohen Ansprüchen aufgeklärter und qualitätsbewusster Verbraucher entsprechen.

Die Frage der Haltung ist dabei ausschlaggebend.

Jeder kann etwas dazu beitragen dass die Bedingungen der Legehennen sich weiter verbessern indem Sie sich für die Eier entscheiden die einen Unterschied für die Legehennen machen.


Und auch Wichtig

Wusstest du schon?

Saubere Sache

Zur Verbesserung der Hygiene ist in allen Ställen, auch in der Bio- oder Freilandhaltung, ein Teil des Stallbodens oder der Voliere mit Latten oder Gitterrost überdeckt unter denen Bänder angebracht sind. Das sieht zwar nicht so hübsch aus, ist aber notwendig, damit der Kot von den anderen Hühnern nicht aufgepickt oder in die Einstreu und Nester getragen wird. Der Stall und damit die Eier bleiben sauber und der Mist wird in einem zusätzlichen Lager so lange zwischengelagert, bis er als hochwertiger Dünger auf die Felder gebracht werden kann. Der Verzicht auf Auslauf bedeutet zwar, dass der Platz für die Tiere nicht durch Ausweichen nach draußen erweitert werden kann, Tierverluste durch Greifvögel und Raubtiere werden jedoch vermieden.

 

Achten Sie auf den Stempel auf dem Ei: Ist die erste Ziffer eine „2“, handelt es sich um Bodenhaltung.

Hinter Gittern?

Bei uns gibt es diese Haltungsformen nicht!

Bezeichnungen wie „Eier aus Kleingruppenhaltung“ klingen romantisch – sind es aber nicht. Konventionelle Käfige sind seit 2012 in der EU verboten, nur noch so genannte „ausgestaltete Käfige“ sind erlaubt. Hier hat jedes Huhn 750 cm² Platz. In Deutschland und den Niederlanden geht man mit der sogenannten „Kleingruppenhaltung “ minimal über die Anforderungen des ausgestalteten Käfigs hinaus. Diese Bezeichnung ist irreführend, weil sie das Bild einer gemütlichen Behausung vermittelt. Die Kleingruppenhaltung soll in  Deutschland 2025. In Europa leben nochüber 50 % aller Hühner in Käfigen.

 

Achten Sie auf den Stempel auf dem Ei: Ist die erste Ziffer eine „3“, handelt es sich um Käfighaltung.


Man ist Wass man (Fr)isst

Einfach lecker Mais und Weizen – wenn möglich von den eigenen Feldern – ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Hühnerfutters und ist verantwortlich für den goldgelben Dotter und einen leckeren, immer gleich guten Geschmack der Eier. Die Farbe machts, natürliche Farbstoffe, z.B. die im Mais oder Gras enthaltenen Betacarotine, geben dem Dotter seine Farbe. Je mehr das Huhn davon aufpickt, desto kräftiger färbt sich das Eigelb. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente ergänzen die Speisekarte und sorgen für ein gutes Gefieder, für das Wohlbefinden der Hühner und natürlich auch für eine stabile Eischale.

Ausblick

Ja zu Regionalität, nein zu Gentechnik! Wir haben uns bewusst dafür entschieden, bei der Fütterung unserer Tiere kein Futter aus Gentechnik veränderten Futterpflanzen zu verwenden. Damit möchten wir den Eintrag von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt vermindern und eine gentechnikfreie Produktion von Saatgut und Lebensmitteln auch für weitere Generationen ermöglichen. Selbstverständlich sind die regional erzeugten Sojabohnen, wie auch die im Futter verwendeten Getreidearten gentechnikfrei in Baden-Württemberg erzeugt. Möglich wurde dies durch den Versuchsanbau von heimischen Sojabohnen in Baden-Württemberg, den das Kraichgau Raiffeisen Zentrum mit den vor Ort ansässigen Landwirten im Jahr 2012 startete. Dieser Versuchsanbau war sehr erfolgreich, so dass heute jährlich über 2.000 Hektar Sojabohnen unter Federführung des Kraichgau Raiffeisen Zentrums für die Landwirte aus der Gemeinschaft angebaut werden.


Natur pur.

Das Futter wird ohne chemische Pflanzenschutzmittel und chemisch-synthetische Dünger hergestellt. Viele Betriebe von uns sind freiwillig nach „Bioland“ oder „Naturland“ zertifiziert, die noch strengere Richtlinien als die EU-Bio-Verordnung vorschreiben.

 

Achten Sie auf den Stempel auf dem Ei: Ist die erste Ziffer eine „0“, handelt es sich um Biohaltung.

Weitblick

Besonders stolz sind wir Landwirte auf unser Projekt „Sojabohnen aus Baden-Württemberg“. Seit Herbst 2014 besteht das für die Legehennen benötigte Eiweiß in allen Futterrationen der Gemeinschaft „Die Eier Höfe“ aus mindestens 50 % regional erzeugten Eiweißträgern einschließlich Sojabohnen. Zusammen mit dem ohnehin heimischen Getreide bedeutet.